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Bessere Pflegeleistungen ab 01.01.2015

Pflegestärkungsgesetz I ( PSG I )

Umfangreiche Verbesserungen und höhere Leistungen in der Pflege werden ab dem 01.01.2015 wirksam. Teil 2 des Pflegestärungsgesetzes sollen 2017 folgen - mit einem neuen Begutachtungsververfahren auf der Basis eines neu definierten Pflegebedüftigkeitsbegriffs.

Die soziale Pflegeversicherung entlastet seit ihrer Einführung im Jahr 1995 Pflegebedürftige und ihre Familien. Doch die damals getroffene Regelung, die zwischenzeitlich immer wieder einmal kleine Anpassungen erfahren haben, reichen nicht mehr aus. Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen 20 Jahren verändert und mit ihr die Anforderungen an eine zeitgemäße Pflegeversicherung. Nun steht eine grundlegende Reform an: das Pflegestärungsgesetz. Es tritt zeitlich versetzt in zwei Teilen in Kraft, soll den veränderten Bedürfnissen Rechnung tragen und die Pflegeversicherung für die künftigen Herausforderungen einer alternden Gesellschaft in Deutschland zukunftsfest machen.

Neue Kombinationsmöglichkeiten

Mit Beginn des neuen Jahres wir Teil 1 des Pflegestärkungsgesetzes wirksam. Mehr Betreuung und verbesserte Leistungen sollen den Pflegealltag in Deutschland deutlich erleichtern mit dem Ziel, vor allem die ambulante Pflege zu stärken, damit Pflegebedürftige so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben zu können. Dafür stehen künftig 2,4 Millarden Euro mehr im Jahr zu Verfügung. Besonders berücksichtigt wurden bei der Reform die Bedürfnisse von Menschen mit geistigen Einschränkungen wie zu Beispiel Demenzerkrankungen. Mehr Pflegegeld bzw. Pflegesachleitungen erhält der Pflegebedürftige, um die Versorgung durch Angehörige, ehrenamtliche Personen oder Pflegedienste, zu Hause sicherzustellen.

Pflegegeldleistungen ab 01.01.2015

Stufe der Pflegebedürftigkeit

Pflegegeldbetrag ab 01.01.2015

Pflegesachleitungen ab 01.01.2015

 0*

 123,00

 231,00

 I

 244,00

 468,00

 I**

 316,00

 689,00

 II

 458,00

 1144,00

 II**

 545,00

 1298,00

 III

 728,00

 1612,00

 III**

 728,00

 1612,00

* Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz ( Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen - zum Beispiel mit Demenz )  

** Gilt für Personen mit dauerhaft erheblicher eingeschränkter Alltagskompetenz ( Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen - zum Beispiel mit Demenz ), deren Hilfebedarf bei der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung liegt.

Mehr Entlastung zu Hause

Zusätzliche Betreuungsleistungen in Form von anerkannten niederschwelligen Angeboten gab es bisher nur für Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, um zum Beispiel zu Hause Erinnerungsarbeit, Alltagsbewältigung oder Bewegungstraining durchführen zu können. Ab Januar haben alle ambulant versorgten Pflegebedürftigen Anspruch auf zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsangebote: für einen Betrag bis maximal 104,00 Euro monatlich.

Für Pflegebedürftige mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz stehen monatlich ebenso 104,00 Euro ( Grundbetrag ) beziehungsweise 208,00 Euro ( erhöhter Betrag ) zu Verfügung. Insgesamt werden die Betreuungsangebote erweitert. So gibt es ab dem 01.01.2015 neben der Betreuung mehr Unterstützung im Alltag, etwa bei der hauswirtschaftlichen Versorgung, bei Fahr- und Begleitungsdiensten sowie bei individuell benötigter Hilfe ( zum Beispiel praktische Hilfen und Unterstütung bei Anträgen und Korrespondenz ).

Verhinderung der Pflegeperson

Macht eine private Pflegeperson Urlaub oder ist sie aus Krankheits- oder anderweitigen Gründen vorübergehend verhindert, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten einer Ersatzpflege - auch stundenweise - für bis zu sechs Wochen pro Kalenderjahr. Außerdem können bis zu 50 % eines nicht verbrauchten Leistungsbetrags für Kurzzeitpflege ( bis zu 806 Euro ) künftig zusätzlich für sogenannte Verhinderungspflege genutzt werden. Der Betrag dafür wird generell auf 1612,00 Euro erhöht und kann durch die Umschichtung aus der Kurzzeitpflege auf maximal 2418,00 Euro ausgeweitet werden.Der Betrag für die Kurzzeitpflege verringert sich entsprechend. Die genannten Beträge gelten, wenn die pflegerische Versorgung zu Hause unter anderen von einem ambulanten Pflegedienst erbracht wird.

Hilfsmittel und Wohnumfeld

Pflegebedürftige Menschen sollen nach Möglichkeit in ihrer gewohnten Umgebung zu Hause leben. Zur besseren Unterstützung steigen die Zuschüsse für die individuelle Wohnraumanpassung. Bis zu 4000,00 Euro je Maßnahme können die Pflegekassen für die barrierefreie Umgestaltung der Wohnung zahlen. Leben mehrere Pflegebedürftige zusammen in einer Wohnung, erhöht sich der Betrag auf bis zu 16000,00 Euro. Die Erstattung für zu Verbrauch bestiummte Hilfsmittel ( Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Bettschutzeinlagen usw. ) steigen von 31,00 Euro auf 40,00 Euro pro Monat.

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